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Jörg Viola3 Min. Lesezeit

E-Rechnungspflicht 2027: Fristen für Shopify-Shops

Ab 2027 gilt E-Rechnungspflicht für deutsche B2B-Händler. Welche Fristen Shopify-Shops einhalten müssen und wie du dich mit E-Docs jetzt vorbereitest.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ab 1. Januar 2027 müssen die meisten deutschen Unternehmen E-Rechnungen versenden können
  • Kleinere Unternehmen (Vorjahresumsatz unter 800.000 €) haben bis 1. Januar 2028 Zeit
  • Das vorgeschriebene Format ist ZUGFeRD oder XRechnung
  • Für Shopify-Shops gibt es native App-Lösungen
  • Handlungsbedarf besteht jetzt — nicht erst kurz vor der Deadline

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Was ist die E-Rechnungspflicht?

Die E-Rechnungspflicht geht auf das Wachstumschancengesetz zurück, das der Bundestag im März 2024 verabschiedet hat. Sie verpflichtet deutsche Unternehmen dazu, im B2B-Bereich elektronische Rechnungen in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format auszustellen und zu empfangen.

Eine normale PDF-Rechnung gilt dabei nicht als E-Rechnung im gesetzlichen Sinne – auch wenn sie per E-Mail verschickt wird. Entscheidend ist das eingebettete XML, das Buchhaltungssoftware automatisch verarbeiten kann.

Die rechtliche Grundlage: §14 UStG in der ab 2025 geltenden Fassung. Die offizielle Quelle ist das Bundesministerium der Finanzen.


Wer ist betroffen?

Die Pflicht gilt für inländische B2B-Transaktionen – also Rechnungen zwischen zwei in Deutschland ansässigen Unternehmen. Rechnungen an Privatpersonen (B2C) sind ausgenommen.

Konkret betrifft das deinen Shopify-Shop, wenn du:

  • Gewerbliche Kunden in Deutschland belieferst
  • Netto-Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer stellst
  • In Deutschland umsatzsteuerpflichtig bist

Kleinunternehmer nach §19 UStG sind von der Versandpflicht zunächst ausgenommen, müssen aber E-Rechnungen empfangen können.

Im Zweifel: Sprich mit deinem Steuerberater. Die Regelung hat Ausnahmen und Übergangszeiträume, die von deiner individuellen Situation abhängen.


Die Fristen im Überblick

Zeitstrahl E-Rechnungspflicht

1. Januar 2025: Alle deutschen Unternehmen müssen E-Rechnungen empfangen können. Das gilt bereits jetzt.

1. Januar 2027: Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 € müssen E-Rechnungen versenden. Das betrifft die meisten aktiven B2B-Shops.

1. Januar 2028: Auch kleinere Unternehmen (unter 800.000 € Vorjahresumsatz) müssen E-Rechnungen versenden.

Übergangszeitraum 2025–2026: Papier- und PDF-Rechnungen sind noch zulässig, wenn der Empfänger zustimmt.


Was ist ZUGFeRD – und warum ist das Format wichtig?

ZUGFeRD steht für "Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland". Es ist das in Deutschland am weitesten verbreitete E-Rechnungsformat für den B2B-Bereich.

Ein ZUGFeRD-Dokument ist ein normales PDF mit eingebettetem XML. Das bedeutet:

  • Menschen können das PDF wie gewohnt lesen und ausdrucken
  • Buchhaltungssoftware (DATEV, Lexware, sevDesk etc.) liest das XML automatisch aus
  • Steuerberater und Finanzamt können es problemlos verarbeiten

Alternativ gibt es XRechnung – ein reines XML-Format ohne lesbares PDF, das vor allem im öffentlichen Sektor (B2G) verwendet wird. Für die meisten Shopify-Shops ist ZUGFeRD die praktischere Wahl.


Was musst du als Shopify-Händler jetzt konkret tun?

Shopify selbst erstellt keine ZUGFeRD-konformen Rechnungen. Die Standard-Bestellbestätigungen und Order Printer-Templates erzeugen normale PDFs – die ab 2027 im B2B nicht mehr ausreichen.

Du brauchst eine Lösung, die:

  1. ZUGFeRD-XML automatisch generiert
  2. Das XML in ein PDF einbettet
  3. Die Rechnung revisionssicher archiviert (GoBD-konform)
  4. Den Versand automatisch mit der Bestellbestätigung verknüpft

Eine native Shopify-App ist dabei die einfachste Option – keine Middleware, keine manuelle Exportschnittstelle, keine externe Software.

→ Wie E-Docs das für deinen Shopify-Shop löst


Diese Annahmen können teuer werden

Fehler 1: Abwarten. Viele Händler glauben, sie haben noch Zeit. Haben sie – aber Implementierung, Testing und Steuerberater-Abstimmung brauchen Zeit. Es sind noch sieben Monate bis zur Pflicht. Das klingt nach viel – ist es nicht.

Fehler 2: PDF = E-Rechnung. Eine per E-Mail verschickte PDF-Rechnung erfüllt die gesetzliche Anforderung nicht. Das eingebettete XML ist Pflicht.

Fehler 3: Nur B2C betrachten. Wer auch nur einen Teil seiner Umsätze mit Geschäftskunden macht, ist betroffen – selbst wenn das B2C-Geschäft überwiegt.

Fehler 4: Internationale Lösungen verwenden. Viele englischsprachige Invoice-Apps kennen §14 UStG nicht und erzeugen keine ZUGFeRD-konformen Dokumente.


Fazit: Jetzt vorbereiten lohnt sich

Die E-Rechnungspflicht kommt – für die meisten Shopify-Händler mit B2B-Anteil ab Januar 2027. Die gute Nachricht: Wer jetzt handelt, hat genug Zeit, die richtige Lösung zu implementieren, zu testen und mit dem Steuerberater abzustimmen.

Für Shopify-Shops ist eine native App-Lösung der unkomplizierteste Weg. E-Docs wurde speziell für deutsche Händler entwickelt und erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen – ZUGFeRD-Format, GoBD-konforme Archivierung, §14 UStG Pflichtangaben.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information. Für deine konkrete Situation empfehlen wir die Beratung durch einen Steuerberater.

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